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Nachhaltig Dämmen

Im "Klima-Pavillon" auf dem Petersberg in Erfurt fand unter Beteiligung von natureplus eine interessante Diskussion zum Thema Dämmstoffe statt.

Tilmann Kramolisch beim Vortrag. Foto Dirk Wächter

Der Klima-Pavillon des Thüringer Energie- und Umweltministeriums und der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) auf dem Petersberg in Erfurt ist ein Ort zum Austausch über Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit. 6 Monate im Jahr ist er täglich von 10-20 Uhr geöffnet und alle paar Tage finden hier interessante Veranstaltungen statt, bei denen sich zahlreiche Projekte, Vereine und Einrichtungen aus Thüringen vorstellen, die sich für ein nachhaltig klimaschonendes Leben engagieren.

Am 5.7. gab es hier eine Infoveranstaltung der ThEGA und der Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema "Nachhaltiges Bauen – Der sinnvolle Einsatz von Dämmstoffen" mit Vorträgen von natureplus, dem Passivhaus Institut, der Stadt Weimar und der ThEGA selbst. Sie stieß auf lebhaftes Interesse, u.a. von regionalen Lehm-, Holz- und Strohbau-Firmen sowie einigen Architektinnen. Die Veranstaltung sollte einen umfassenden Einblick zum Thema Dämmung geben, darunter Grundlegendes zur Bauphysik und Energieeinsparung, einen Vergleich konventioneller und ökologischer Dämmstoffe und ihrer Eigenschaften sowie praktische Hinweise zum Einbau bzw. Praxisbeispiele.

Dämmen im Kontext der Lebenszyklusbetrachtung

Tilmann Kramolisch, natureplus Geschäftsführer, stellte das Thema Dämmen über die Heizenergieeinsparung hinaus in den Kontext der notwendigen Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden und der Vermeidung von Grauer Energie. Damit zeigte er zugleich die Vorteile von „regenerativen“ Dämmstoffen auf und nannte als Praxisbeispiel u.a. den Alnatura Campus in Darmstadt, den er unlängst persönlich besucht hatte und der ein gutes Beeispiel dafür ist, dass mit nachhaltigen Materialien und innovativer Gebäudeplanung ein gutes Energiekonzept auch ohne riesigen Technikaufwand möglich ist.

Benjamin Krick vom Passivhaus Institut präsentierte viele Zahlen und Tabellen, die zeigten, dass Dämmen wichtig ist und man aus seiner Perspektive grundsätzlich keinen Dämmstoff ausschließen sollte. Tobias Keppler von der Stadt Weimar stellte die Initiative „Grüne Hausnummer“ vor, mit der ökologische Sanierungen und Neubauten prämiert werden. Veranschaulicht wurde dies mit vielen konkreten Gebäudebeispielen. In der anschließenden Diskussion ergab sich eine klare Präferenz der Teilnehmer*innen für nachwachsende Dämmstoffe, v.a. Stroh wurde öfters angesprochen. Klar wurde dabei, dass man auch bei Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen auf Ressourcen- und Materialeffizienz achten sollte.
 

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